Tipps und Strategien für gute Interviews
Hörfunk-PR wird in HoGa-Unternehmen oft vernachlässigt. Zu Unrecht. Denn gerade der Hörfunk bietet eine recht große Verbreitung von Botschaften innerhalb kürzester Zeit.
Viele erfolgreiche PR-Kampagnen berücksichtigen den Hörfunk als interessantes Medium. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, Hörfunk-PR zu betreiben. Eine sehr effektive und preisgünstige Art ist es, den Sendern Interviews zu geben. Diese Variante ist auch bei den Hörfunk-Sendern sehr beliebt, weil die Produktionskosten recht gering sind.
Meistens handelt es sich um Live-Interviews zu einem Thema, das die Hörfunk-Redaktion als sendefähig einstuft. Die Anregungen dazu liefern oft Unternehmen oder deren PR-Agenturen. Dabei werden Themen aufgegriffen, die von allgemeinem Interesse sind. So können die Urlaubsmöglichkeiten in einer Region ein attraktiver Aufhänger für ein Ferienhotel sein. Auch mit Festen, Veranstaltungen oder besonderen Ereignissen im Ort kann sich ein HoGa-Unternehmen im Radio profilieren.
Vor dem Interview wird das Thema mit dem entsprechenden Redakteur oder der Redakteurin besprochen. Die Fragen, die dann gestellt werden, werden oftmals vorher schon formuliert. So kann sich die zu interviewende Person auf das Interview bestens vorbereiten. Zu einem verabredeten Zeitpunkt ruft dann die Redaktion an und schon geht es los. Entweder live oder das Interview wird aufgezeichnet.
Wenn Sie Interviews geben, sollten Sie dabei folgenden Tipps berücksichtigen: Es empfiehlt sich, vor dem Interview kräftig durchzuatmen und während des Sprechens ruhig zu atmen.
Notizen können Sie sich natürlich vorher machen. Aber lesen Sie diese auf keinen Fall während des Interviews ab. Sprechen Sie vielmehr frei. Dies ist besonders wichtig, damit Ihr Interview natürlich wirkt. Überhaupt sollten Sie während des ganzen Interviews authentisch bleiben. Seien Sie so wie sind!
Sprechen Sie in ganzen Sätzen. Nur „Ja“ oder „Nein“ reicht nicht. Formulieren Sie immer Ihre Antworten aus und erläutern diese. Da es sein kann, dass einige Hörer die Frage nicht mitgehört haben, sollten Sie die Frage noch einmal aufgreifen und in Ihre Antwort mit einbeziehen.
Vermeiden Sie auch lange Schachtelsätze. Nur wenige sehr gut ausgebildete Redner haben am Ende eines langen Schachtelsatzes noch den Faden des ganzen Satzes im Kopf. Besser ist es, einfache Sätze zu bilden. Das wird Ihnen auch Ihr Hörer danken. Und Ihre Botschaft leichter verstehen. Auch bei kurzen Sätzen sollten Sie ausschließlich in ganzen Sätzen sprechen.
Ein gutes Hörfunk-Interview ist wie ein gutes Gespräch zwischen Freunden. Es sollte offen und vertrauenerweckend sein. Wenn Sie die genannten Punkte beherzigen, dann kann nicht viel schief laufen.
Zu guter Letzt bitten Sie die Redaktion, Ihnen einen Mitschnitt des Interviews zukommen zu lassen. Die meisten Radio-Stationen machen dies gerne. Schließlich ist es eine willkommene PR für den Sender. Aus guten Interview-Partnern werden vielleicht einmal Kunden, die Werbespots buchen. Auf jeden Fall ist ein gutes Interview zu einem interessanten Thema für PR-Schaffende und Sender eine „win-win-Situation“. Beide haben einen Nutzen davon. Sie erhalten eine preiswerte Möglichkeit, Ihre Botschaft den Hörern zukommen zu lassen. Und der Radio-Sender bekommt ein interessantes Thema kostenlos und frei Haus geliefert.
Ertay Hayit

